Ja, auch eine Tomate muss sich gegen die Mafia wehren!

Der Charme der italienischen Küche liegt in seiner Einfachheit. Zahlreiche Gerichte, die aus nur wenigen Zutaten bestehen. Ganz oben auf dem Thron sitzt die Tomate und ist von dort auch nicht mehr wegzudenken.

Ganz besonders stolz ist man in Pachino, einem Dorf im Südosten Siziliens und lässt es sich auch nicht nehmen, zu ihren Ehren jährlich ein Fest zu feiern. Und sie haben allen Grund dazu: die Tomate wehrt sich nicht nur erfolgreich gegen Schädlinge, auch schlechte Presse kann ihr nichts anhaben. Forderte ein italienischer Journalist doch einst den Boykott gegen die sizilianische Tomate, weil er die Mafia hinter dem Handel vermutete.

Längst vergessen sind die Geschichten, mit der man sie einst in mafiöse Machenschaften verstrickte. Vor Ort schwärmt man von "Il Pomodoro di Pachino" und brüstet sich damit, die südlichste Stadt Europas zu sein.

Zumindest mit den Tomaten sollen sie Recht behalten! Sie umfassen vier verschiedene Sorten: "Ciliegino", die kleine, runde und sehr langlebige Kirschtomate. Etwas größer und auch in grün ein Genuss sind die "Grappolo". Für winterliche Salate bevorzugt der Italiener die voluminöse, rotgrün geriffelte Fleischtomate "Costoluto" und dann gibt es noch die charakteristisch dunkelgrün leuchtende Sorte "Tondo Liscio".

Die Intensität in Farbe und Geschmack sind ihr Markenzeichen. Aber wie soll ein Produkt auch anders werden, werden sie doch nur mit Salzwasser gegossen und von der Sonne ganzjährig verwöhnt?

Tomaten aus Sizilien